Tucholsky, Fontane und Fallada
Radrundreise 7 Tage / 6 Übernachtungen
Wann haben Sie das letzte Mal gehört, wie Stille klingt? Geschichte und Geschichten um eine großartige Landschaft zwischen Mecklenburg und dem Märkischen, auch heute noch Heimat vieler Künstler.
Als Reiseschriftsteller mit Leidenschaft beschrieb Theodor Fontane die Einzigartigkeit dieser Region sehr bildhaft – wir möchten Ihnen auf dieser Radreise traumhaft schöne Plätze zeigen, die ganz sicher auch Inspiration und Quelle für literarische Höchstleistungen waren.

Kloster Himmelpfort
1. Tag
Anreise in die Kleinseenplatte, nach Mirow oder Umgebung. Nutzen Sie diesen Tag zum Besuch der Schlossinsel, der Liebsinsel oder zur Besteigung des Johanniterkirchturmes. Von hier hat man einen einzigartigen Blick auf die Seen rund um Mirow. Übernachtung im Bereich Mirow/ Canow/ Grünplan.
Empfehlung: Legen Sie hier einen Verlängerungstag zum Paddeln ein. Das Seerosenparadies vom Wasser aus zu erkunden ist eine ganz besondere Sache. Gute Ausrüstung, Tourenvorschläge und verschiedene Bootstypen machen das Paddeln auch für Anfänger zum Erlebnis (Fremdleistung, siehe Zusatzangebote).
2. Tag
Heute starten Sie Ihre erste individuelle Radtour nach Rheinsberg. Schon nach wenigen Kilometern verlassen Sie Mecklenburg um entlang der Zechliner Seen Ihr Tagesziel zu erreichen.
Unterwegs haben Sie immer wieder die Möglichkeit zum Einkehren, die schon von Fontane beschriebenen kleinen Gartenlokale am See – hier gibt es sie immer noch! Ein europäischer Geist verband Rheinsberg schon immer mit den Metropolen der Zeit. Theodor Fontane im 19. und Kurt Tucholsky im 20. Jahrhundert befestigten Rheinsbergs Ruf als geistige Quelle und heitere Idylle. Mit seinem historischen Schloss als Mittelpunkt ist Rheinsberg auch heute eine Kulturstadt mit reichhaltigem Angebot.
Gern informieren wir Sie über Veranstaltungen der Kammeroper und der Musikakademie und sind Ihnen bei der Beschaffung der Tickets behilflich. In Rheinsberg sollten Sie auf jeden Fall etwas Zeit für den Besuch des Tucholsky- Literaturmuseums und den schönen Schlosspark einplanen.
Radkilometer: ca. 35. Übernachtung in Rheinsberg.
Empfehlung: Legen Sie hier einen Verlängerungstag ein und unternehmen Sie eine wildromantische Radtour nach Neuruppin.
3. Tag
Tatsächlich auf den Spuren von Fontane radwandern Sie heute. Von Rheinsberg geht es über Menz nach Neuglobsow. Dieser Ort wurde geprägt von einer Glashütte, der Fischerei und der Erfahrung im Umgang mit "Sommerfrischlern", wie die Urlauber und Tagesgäste aus dem nahen Berlin in vergangenen Zeiten genannt wurden.
Ein Museum erinnert an die 220jährige Tradition der Glashüttenarbeiter. Außerdem kann man hier fast überall fangfrische Maräne essen sozusagen den typischen Fisch der Region. Wir empfehlen auf jeden Fall den Abstecher zum Stechlinsee, bei gutem Wetter ist ein Sprung in den klarsten und tiefsten See Brandenburgs einfach ein Muss. Unser Kartenmaterial enthält zwei Streckenführungen, so können Sie je nach Wetter entscheiden, ob Sie tatsächlich auf dem Uferweg des glasklaren Großen Stechlinsee unterwegs sein wollen oder aber lieber die befestigte Radwegvariante nutzen.
Weiter geht es über Fürstenberg nach Himmelpfort. Eingebettet zwischen vier Seen liegt der idyllische Ort. Wer Muße hat verweilt hier ein wenig und besichtigt zum Beispiel die Klosterruine oder den Pfarrgarten.
Radkilometer: ca. 45. Übernachtung im Bereich Lychen.
4. Tag
Von Lychen radeln Sie wieder in das Mecklenburgische – nach Feldberg. Anfangs geht es über typisch märkische Dörfer auf zum Teil neuen asphaltierten Radwegen gut voran. Später erreichen Sie den Eingang zum Naturpark Feldberger Seenlandschaft, eine durch die Eiszeit geschaffene Hügellandschaft mit einer besonderen Pflanzen- und Tierwelt.
Sieben Kilometer lang ist der Schmale Luzin – nur einheimische Fischer dürfen die Stille mit Motorbooten stören. Um den Luzin zu überqueren, kann man sich der Dienste eines Fährmannes bedienen, welcher mit reiner Muskelkraft den Wanderer samt Rad an das andere Ufer bringt.

Von Carwitz nach Hüllerbusch
Seine Landvilla beherbergt heute das Fallada-Museum. Hier finden regelmäßig Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Für einen Besuch sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Natürlich könnten Sie hier auch einen Verlängerungstag einlegen, um mehr Zeit zum Besichtigen zu haben.
Radkilometer: ca. 35 bis 40, Übernachtung in Feldberg oder Umgebung.
Empfehlung: Legen Sie hier einen Verlängerungstag ein und erkunden Sie die Feldberger Seen per Boot.
5. Tag
Individuelle Radtour von Feldberg nach Neustrelitz. Auf Ihrem Weg liegen heute die "Heiligen Hallen". So wird der 300jährige Perlgras-Buchenwald bezeichnet, der älteste Bestand Deutschlands. Durch abwechslungsreiche Landschaft geht es weiter in Richtung Westen.
Auch wenn das Schloss nicht mehr vorhanden ist, die außergewöhnliche spätbarocke Stadtanlage von Neustrelitz gilt als einmalig in Europa. Gleich am Marktplatz befindet sich die Stadtkirche mit Turm, von hier aus hat man einen faszinierenden Blick auf die sternförmige Anordnung der Straßen. Orangerie, Schlossgarten und Hebetempel sind einen Besuch wert und erinnern an die Königin Luise von Preußen.
Das Neustrelitzer Theater ist im Sommer bekannt für seine Operettenaufführungen. Gern sind wir Ihnen bei der Beschaffung der Tickets behilflich.
Radkilometer: ca. 40, Übernachtung in Neustrelitz oder Umgebung.
6. Tag
Von Neustrelitz geht es über das Wesenberger Seenkreuz zurück nach Mirow. Oftmals werden Sie heutesehr idyllisch auf Naturwegen in direkter Seenähe radeln können. Die vielen Seen laden geradezu zu einem Bade ein.
Natürlich gibt es unterwegs auch wieder einiges zum Besichtigen. In Wesenberg können Sie beispielsweise die Burg besteigen, von hier aus haben Sie einen schönen Blick auf die Kleinseenplatte. Einkehrmöglichkeiten sind auch auf dieser Tagesetappe vorhanden.
Radkilometer: ca. 41, Übernachtung im Bereich Mirow/ Canow/ Grünplan.
7. Tag
Abreise nach dem Frühstück.




