Zusatzleistung Paddeln

Bootstypen im Verleih

Egal ob Sie im Rahmen einer Zusatzleistung mal einen Tag paddeln möchten oder aber eine unserer kombinierten Rad-Kanu-Reisen im Auge haben, hier eine Übersicht zu den verschiedenen Bootstypen, unter denen Sie auswählen können:

Canadier

Ein offenes Boot, es gibt Sie für 2 und mehr Personen in unterschiedlicher Größe. Eine Familie mit 1 bis 2 kleineren Kindern kann gut in einem Boot fahren. Ansonsten empfehlen wir zwei Erwachsene pro Boot. Für Einzelfahrer ist ein Canadier nicht geeignet.
In einem Canadier hat man ziemlich viel Platz, weshalb für längere Touren auch eine Gepäcktonne ausgegeben wird.

Der Canadier wird mit Stechpaddel gefahren.

Die Aufgabenverteilung ist klar vorgegeben: Der Vordermann ist der "Späher", achtet auf freie Bahn und eventuelle Hindernisse im Wasser. Heckfrau- oder mann steuert das Boot aus. Im Zweier-Canadier paddelt einer auf der linken, der andere auf der rechten Seite. Eine Kenterung im Canadier passiert in der Regel nur, wenn sich beide zur gleichen Zeit zur gleichen Seite beugen. Um das möglichst schon im Vorfeld auszuschließen, ist jeder für eine Seite verantwortlich und paddelt auch nur hier (natürlich mit abgesprochenem Seitenwechsel).

Kajak

Im Verleih werden Sie überwiegend Wanderkajaks mit und ohne Fußsteuerung antreffen. Es gibt Sie als Einer und als Zweier. Man sitzt recht tief und es ist wesentlich weniger Stauraum vorhanden als im Canadier.

Kajaks werden mit Doppelpaddel gefahren. Im Zweier-Kajak ist Heckmann- oder frau für das Bedienen der Fußsteuerung verantwortlich. Boote mit Fußsteuerung lassen sich einfacher fahren. Wanderkajaks sind auf ruhigen Gewässern und bei wenig Welle und Wind sehr kippstabil. Die meisten Kenterunfälle passieren beim Ein- und Aussteigen.

Ausrüstung

Egal ob Sie eine mehrtägige Paddeltour gebucht haben oder nur einen Paddeltag zwischendurch einlegen wollen, folgende Dinge gehören dazu:

Sie müssen sicher schwimmen können, sollten die Schwimmwesten immer tragen und bei der Planung Ihrer Tour das Wetter beachten!

Bitte beachten Sie das, bevor Sie sich für eine Paddeltour entscheiden.

Aller Anfang ist schwer
Aller Anfang ist schwer

Das Paddeln kann man erlernen, auch Anfänger werden schon nach wenigen Minuten des Probierens erste Erfolge sehen. Ungeübte sollten kleinere Touren auswählen und unbedingt den Rückweg planen. Fragen Sie bei der Übernahme der Boote das fachkundige Personal, wenn Sie zur Technik des Paddelns Tipps oder Hilfe benötigen. Das gilt auch z.B. für das Einstellen der Fußsteuerung beim Kajak. Die freundlichen Mitarbeiter werden Sie gern beraten.

Alle Paddeltouren führen Sie in eigener Verantwortung durch.

Wir haben Ihnen einige Regeln zusammengefasst, um deren Einhaltung wir Sie bitten möchten:

  • Nicht in gekennzeichnete Sperrzonen einfahren, z.B. im Müritz-Nazionalpark. Wasservögel reagieren zum teil sehr empfindlich auf Störungen, können nicht brüten, wenn Menschen wiederholt in die Sperrzone um ihr Brutgebiet eindringen.
    Meiden Sie das Einfahren in Schilfgürtel und Ufergehölze, und halten Sie möglichst große Distanz dazu. Sie sind Zuflucht und Gelegezonen vieler Vogelarten!
  • Anlegen sollten Sie nach Möglichkeit nur an dafür vorgesehenen Stellen (z.B. Stege, gekennzeichnete Anlegestellen) oder an Stellen, an denen kein sichtbarer Schaden angerichtet werden kann (die Ufervegetation ist oft sehr empfindlich!)
  • Offenes Feuer (dazu gehören auch Fackeln, Laternen, Kerzen und Zigaretten) ist im Wald und im Abstand von weniger als 100 m zum Wald zumindest in der Zeit vom 1. März bis 31.Oktober verboten. (Waldbrandgefahr! Es können Strafen bis € 50.000 verhängt werden!) Keine Feuerstellen anlegen!
  • Abfälle: Alles, was man mit auf die Fahrt nimmt, kann man auch wieder zurückbringen oder z.B. auf einem Campingplatz oder in der Kanustation "entsorgen".
  • Toiletten sind natürlich nicht immer da, wenn man sie raucht. Bitte „alles“ eingraben, auch Papierüberreste.
  • Lärm und andere Störungen wird man schon im eigenen Interesse vermeiden. Je vorsichtiger und behutsamer ("indianischer") man sich bewegt, desto mehr hat man von seinem Aufenthalt in der Natur.

Die obigen "Regeln" sind für die Naturschutzgebiete juristisch verankerte Gesetze. Als Naturfreund sollte man sie aber nicht "nur" als Gesetze betrachten (gegen die man verstoßen kann, solange es keiner merkt), sondern als Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit. Dann hat diese einzigartige Natur eine Chance.

10 Tipps für Paddler
  1. Begib dich nie allein auf das Wasser.
  2. Plane deine Tour, studiere die Materialien und Karten noch an Land.
  3. Teste dein Boot in einer ersten Runde auf Kippstabilität. Übe die wichtigsten Paddelschläge und -manöver in Landnähe mit deinen Mitpaddlern.
  4. Bekleide dich richtig und verstaue deine Wertsachen wasserdicht. Binde sie am besten am Boot fest. (Vor dem Schaden klug sein ...)
  5. Bei längeren Touren: Prüfe deine Ausrüstung auf Vollständigkeit.
  6. Informiere dich vor der Tour über das Wetter und habe während der Tour die Wetterentwicklung im Blick.
  7. Wähle die Tour in ihrer Länge nach deinen Erfahrungen und der Kondition. Das gilt auch für deine Mitpaddler.
  8. Respektiere die Natur und verhalte dich entsprechend.
  9. Bleibe ruhig und gelassen, auch wenn es brenzlig wird.
  10. Überschätze dich nicht.